Früh morgens, zwischen 3 und 4 Uhr, ist keiner mehr wach außer den Wölfen – sagen zumindest die Schweden und nennen diese Zeit des Tages daher die Wolfsstunde. Ob der bis vor kurzem noch „Wildlife Photographer of the year 2009″ das Bild zu dieser Stunde gemacht hat, ist allerdings nicht überliefert.
Das Bild, mit dem er den ersten Platz und somit das Anrecht auf 10.000 Pfund gewonnen hat, soll allerdings nicht ganz so ‘wildlife’ sein wie gedacht. Die Juroren jedenfalls sind jetzt, ein paar Monate nach Bekanntgabe des Gewinners, zu der Meinung gelangt, dass das Bild mit einem gezähmten und dressierten Wolf gemacht wurde. „Die Jury ist noch einmal zusammengekommen und hat festgestellt, dass es wahrscheinlich ist, dass der Wolf auf dem Foto ein Tiermodel war, das für fotografische Zwecke gemietet werden kann“, heißt es in einer Mitteilung auf der Webseite des Natural History Museums.
Ein wild lebender Wolf würde anscheinend nicht über das Gatter springen, sondern sich zwischen den Gatterstreben durchschlängeln. Der Fotograf, José Luis Rodriguez, bestreitet jeden Täuschungsversuch und sagt über das Foto, er habe die Aufnahme seiner Träume gemacht.
Mich hat das Bild bereits vor Monaten sehr fasziniert und ich finde es immer noch toll – aber den Glanz des Unglaublichen hat es verloren, auch wenn es wohl genau das ist.





