Zu den Kommentaren

Tibetanische Nonnen fertigen ein Meditations-Mandala aus Sand an
Letzte Woche war ich im Museum für Völkerkunde in Leiden. Morgens hatten wir direkt im Museum von einem Seminar aus ein Gespräch mit dem Museumsdirektor, in dem er uns Einzelheiten zu den Ausstellungen erläutert hat. Besonders spannend fand ich die Tatsache, dass sich die sechs wichtigsten Museen in den Niederlanden, die ähnliches ausstellen, eine gemeinsame ethische Grundlage erarbeitet haben. So lehnen sie z. B. nicht generell ab Mumien auszustellen, sondern zeigen nur dann keine, wenn es in dem Heimatland der Mumien auch nicht so praktiziert wird. In Peru z. B. werden Mumien anscheinend immer noch in Prozessionen gezeigt, und daher finden es die Museen auch legitim, Mumien aus Peru auszustellen.
Das Museum an sich fand ich persönlich nicht so spannend. Im Asien-Teil wurde eine Einführung in den Buddhismus und den Hinduismus gegeben, das war richtig gut gemacht, aber grundsätzlich mag ich persönlich keine Völkerkundemuseen. Es sind zu viele verschiedene Eindrücke aus zu vielen verschiedenen Ländern auf einmal, und ich lerne Länder oder Kulturen wohl lieber langsamer und durch Reisen kennen. Ich weiß, das ist quasi die Luxusvariante *g – aber das ist meine sehr persönliche Meinung. Das Museum ist relativ modern, es gibt immer wieder Monitore an denen man Zusatzinformationen abrufen kann. Generell stehen an vielen Schaukästen weiter unten (quasi auf Kinderaugenhöhe) Infos, die speziell auf Kinder zugeschnitten sind.

Meditations-Mandala aus Sand
Als besonderes Highlight waren gerade tibetanische Nonnen da, die mit speziell gefärbtem Sand ein Meditations-Mandala gemacht haben. Das aufwändige Arbeiten mit dem Sand ist wohl eine besondere Art, die Konzentration bei der Meditation aufrecht zu erhalten. Ich fand ganz profan die Musik sehr entspannend und habe eine Weile zugeschaut.
1 Kommentar
Dezember 6, 2009 um 10:06
hmm.. vielelicht solltest mal in bremen ins ueberseemuseum.. das fand ich in der hinsicht immer gut, weil die sich in den ausstellungen da staerker konzentrieren und tiefe reinbringen…